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Artikel: Orania Berlin - Interview mit Bar Managerin Laura Driftmann

Barmanagerin Laura Driftmann Orania Berlin

Orania Berlin - Interview mit Bar Managerin Laura Driftmann

Im kreativen Herzen Kreuzberg am Oranienplatz steht es: das Orania Berlin. Es ist ein Hotel, das sich durch entspannten Luxus und lässige Eleganz auszeichnet. Es ist ausgestattet mit einem hervorragenden Restaurant, in dem man das Signature Gericht, die XBerg-Duck, genießen kann. Währenddessen können Gäste den Konzerten großer Künstler lauschen. Wer dabei nicht fehlen darf: die Barmanagerin Laura Driftmann. Laura hat für alle Geschmäcker etwas zu bieten. Seien es erlesene Weine, lokale Biere oder raffinierte Drinks. Wir haben Laura gefragt, wie sie hinter die Bar gekommen ist, was die Orania.Bar ausmacht und wie ihre alkoholfreien Drinks entstehen. 

Orania Bar und Restaurant Berlin

Laori: Wie sieht dein bisheriges Leben aus? Was hast du bisher gemacht?
Laura: Das war überhaupt gar nicht geplant. Als ich in die Schule gegangen bin, stand für mich nie fest, dass ich an der Bar arbeite. Ich habe zwar immer schon in der Gastro gejobbt, sei es auf Feiern oder in der Eisdiele. Ich habe dann mein Abitur gemacht und angefangen Hotelfachfrau zu lernen, da ich schon immer Lust hatte, was mit Menschen zu machen. Ich wollte immer nach Berlin und habe dann 2011 im ADLON meine Ausbildung angefangen und während der Ausbildung kam die Leidenschaft und das Interesse und dadurch dann auch die Entscheidung zu sagen, dass ich das jetzt mache.

Laori: Die Barszene ist ja eher männerdominiert. Hast du das jemals zu spüren bekommen, während deiner Arbeit?
Laura: Man merkt das natürlich! Ich habe auch sehr viel mit Männern gearbeitet, aber es kommen immer mehr Frauen. Gerade in Berlin gibt es viele weibliche Bartenderinnen. Ich arbeite zwar lieber mit Frauen, da die eine andere Arbeitsweise haben, aber im Endeffekt macht es die Mischung!

Laori: Erzähl uns was über das Konzept. Was macht es aus?
Laura: Das Tolle an dem Konzept Orania ist, dass alles offen ist. Die Bar, das Restaurant und die Rezeption haben keine Wände. In diesem Bereich ist es super offen und man bekommt von allen Seiten alles mit. Es fühlt sich an, wie ein riesengroßes Wohnzimmer: man kann erst etwas essen oder einen Aperitif an der Bar nehmen. Der Musik lauschen oder am Kamin sitzen und Rausgucken, was vor der Tür passiert oder einfach am Tresen sitzen und das Gesamtgeschehen genießen. 

Orania Bar Berlin

Laori: Welche Rolle spielen alkoholfreie Drinks bei euch? 
Laura: Mittlerweile eine sehr große! Vor zwei Jahren hätte ich das nicht so dargestellt. Da hatte ich noch eine andere Meinung. Für mich war das Saft und Sirup miteinander vermischt. Die alkoholfreien Spirituosen gibt es auch noch nicht so lange. Mittlerweile gibt keinen Unterschied mehr zwischen alkoholischen oder alkoholfreien Cocktails. Sowohl beim Kreieren der Drinks als auch bei der Qualität. Es macht auch richtig Spaß das zu verkaufen, weil es mittlerweile Produkte gibt, die gut zu mixen sind, eine Story haben und mit denen es Spaß macht zu arbeiten. 

Laori: Wie entstehen alkoholfreie Drinks bei dir? Wovon lässt du dich inspirieren? 
Laura: Generell von Speisen oder vom Essen gehen und Kochen. Ebenfalls vom Reisen, wenn man irgendwo was sieht oder liest und dann probiere ich einfach aus, was mir gut gefällt. Ich versuche das einfach nachzubauen oder in die Richtung zu gehen. Ich mag es gerne simpel, aber trotzdem rund, komplex und lecker. Ich hole nur ungern zu weit aus, sodass es dann zu aufwendig ist. Denn wenn es voll ist, fällt einem das auf die Füße. 

Laori: Wenn ich in eure Bar kommen würde und ich bin alkoholfrei unterwegs: Welche 3 Drinks würdest du mir empfehlen?
Laura:

1. LA`CRØRI: Laori Juniper No 1, Crodino, Zitrone, Sodawasser
2. Verjus Spritz: Verjus, frische Zitrone, etwas Honig und Sodawasser
3. Seedlip Sour: Seedlip, Zitrone, Agavendicksaft, Eiweiß

Verjus Spritz und Laori Juniper No 1 Cocktail alkoholfrei

Laori: Du hast beruflich viel mit Alkohol zu tun. Wie schaffst du es eine gesunde Beziehung zu Alkohol zu haben? 
Laura: Trennen von beruflichem und privaten! Arbeit ist Arbeit und zum Feierabend kann man dann anstoßen. Einfach eine kleine Grenze ziehen. 

Laori: Was sind die großen Vorteile von alkoholfreien Drinks aus deiner Sicht?
Laura: Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, am nächsten Tag einen Termin habe oder Medikamente nehme, dann muss man nicht drüber nachdenken, “Darf ich das jetzt?”. Man kann es einfach ohne darüber nachzudenken und so viel, wie man möchte trinken und hat noch sämtliche Freiheiten und geschmacklich trotzdem eine große Bandbreite. Man kann genauso genießen und sowas komplexes konsumieren, wie jemand, der etwas Alkoholisches trinkt.

Laori: Hat alkoholfrei die Chance das neue vegan zu werden? 
Laura: Also ich denke auf jeden Fall, dass alkoholfrei immer mehr im kommen ist - alternativ dazu auch Low-ABV - weil eben viele Leute arbeiten, Termine haben und deswegen auch abwägen. Die Nachfrage ist da, aber ob alkoholfrei, alkoholisch ablöst, das kann ich mir fast nicht vorstellen. Ich finde es gut, wenn es ebenerdig ist. Dann hat man die Wahl! Das Ziel ist ja, dass es die gleiche Wertung hat und dass es die gleiche Reaktion beim Bartender hervorruft, wenn man mit oder ohne bestellt. Es ist wichtig, dass das gleichrangig behandelt wird, ohne dass Augen verdreht werden oder dumme Sprüche fallen und man sich frei für das eine oder das andere entscheiden kann.

Du bist durstig geworden? 

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Titelbild: Dennis Dorwarth

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